Verlagsort: Frankfurt a.M. | Erscheinungsjahr: 1865 | Verlag: Brönner
Signatur: 7985480 Germ.sp. 437 xg-1/2 7985480 Germ.sp. 437 xg-1/2
Reihe: Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen ; 1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10021440-6

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11) Die Lehen der von Cronberg.


Diese bekannte, durch Macht und Reichthum ausgezeichnete reichs-
ritterschastliche Familie, welche sich vielsach in die angesehensten Dn-
nastenhauser verheirathete , hatte im 15. Iahrh. einige Güter zu
Marrheim und Hattersheim, die aus der Falkenstein'schen Erb­
schaft herstammten, von Isenburg zu Lehen. Ueber das Schicksal
derselben geben indeßen die vorhandenen Alten keine Auskunst. Da­
gegen trugen die Cronberge bis zu ihrem Erlöschen im 17. Iahr­
hundert drei Theile am Zehnten zu Düdelsheim und Alten­
stadt von derselben Herrschaft zu Lehen, woraus dieselben heim­
sielen.


12) Die Lehen der von Deckenbach.


Dieselben hatten im 15. Iahrh. ein vorher Falkenstein'sches
Burglehn im Hain, im 14. und 15. Iahrh. aber 14 Morgen Wein­
garten, Hopsen- und andere Zehnten zu Ortenberg, Zehnten zu
Langen-Bracht, Volkartshain, Bindsachsen und Obern­
burg als Brauneckische Lehen. Die Familie starb im 15. Iahr­
hundert aus und diese Güter kamen daraus an die Familie Geipel
von Schöllkrippen, die sich nach dem Dorse Schöllkrippen bei
Uschassenburg nannte. Vermuthlich sind diese Güter an die Herrschast
zunickgesallen.


13) Lehen der von Dernbach.


Diese hatten im 15. Iahrhhundert 8 sl. Geld aus der Kellerei
im Hain.


14) Die Lehen der von Düdelsheim.


Es ist dieß eine der ältesten und angesehensten Adelssamilien
der Wetterau, die sich von dem gleichnamigen Dorse nannte und vom
13.— 15. Iahrh. sehr häusig in Urkunden erwähnt wird. Sie besaß
von Mnburg solgende Lehen:


1) Ein sreiadliges Gut zu Stämmheim mit Haus, Hos,
einem Grundbesitze von 212 '/^ (alten) Morgen und dem s. g. Schas-
hose. Im I6. Iahrh. kommt die Familie nicht mehr vor. Dagegen
erscheint das Gut zu Stammheim von da an im Besitze der Herrn
von Craluck. Auch diese Familie scheint im 17. Iahrh. ausge
starben zu sein und deßhalb verlieh es während der Isenburgischen
Sequestration der Landgras von Hessen - Darmstadt an seinen Viee-
Kanzler vr. Phil. Ludwig Fabritius (v. Fabriee?), deßen Familie
im I. 1791 wegen dem Verkause des Gutes mit dem Lehnhose in
Verhandlungen stand.

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