Geschichte und Genealogie der Familie Lorenz Meyer in Hamburg
Autor / Hrsg.: Beneke, Otto ; Thielle, Petrus Henricus deœ
Verlagsort: Hamburg | Erscheinungsjahr: 1861 | Verlag: Meißner
Signatur: 8522572 4 Geneal. 2 d 8522572 4 Geneal. 2 d
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10358335-6

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Peter Meyer.


Dieser scheint weder dem größeren Vaterlande, noch dem Breithschen Gemeinwesen
gedient zu haben, da in der Urkunde ihm kein Titel beigelegt wird, auch seines
bürgerlichen Standes und Gewerbes keine Erwähnung geschieht. Jch schieße des­
halb wohl nicht fehl, wenn ich annehme, daß Peter Meyer zu den glücklichen
Sterblichen gehörte, welche (wie die Lilien des Feldes) nicht spinnen und nicht
nähen oder säen, dennoch aber sehr anständig sich nähren, sintemal sie auf ihrer
Väter wohlerworbenen Schätzen sitzen, und, in der behaglichen Weltstellung eines
Rentiers, den schönen Künsten und Wissenschaften leben können, wenn sie wollen.
Ob Peter Meyer dies gewollt, weiß ich nicht, vermuthe es aber, weil seine Ham­
burgischen Enkel und Urenkel durch regen Kunstsinn und talentvolle Kunstübüng
sich auszuzeichnen pflegen, — auch sein um 100 Jahre später geborener jüngster
Enkel, der selige Dr. Friedrich Johann Lorenz Meyer, in seiner der großväterlichen
Weltstellung fast gleichbedeutenden Eigenschaft eines Domherrn, solch gänzliches
Hingeben an Kunst und Wissenschaft gekonnt, gewollt und rühmlichst durchgeführt
hat. Wonach denn dieser erbliche Zug zu den Musen erwiesen wäre.


Peter Meyer mag etwa um 1660 geboren gewesen sein, da er, nach
vormals verbreiteter altdeutscher Sitte, nicht unter dreißigjährigem Alter geheirathet
haben wird. Er verlobte sich nämlich (und diese für seine Nachkommen allerwich-
tigste That seines Lebens erfahren wir umständlich genug) im Jahre 1690 mit
der Jungfrau Margaretha Zimmermann, der hinterlassenen Tochter des seligen
Schultheißen Johann Zimmermann zu Obernbreith. Man sieht: väterliche Col­
legialität hatte das Bündniß der Kinder vermittelt. Nach dreimaligem unan.
gefochtenen Aufgebot hielt das junge Paar am 3. März 1691 Hochzeit, und ihr
gemeinschaftlicher Kirchgang zur Trauung geschah (laut ausdrücklicher Beurkundung)

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