Verlagsort: Hamburg | Erscheinungsjahr: 1861 | Verlag: Meißner
Signatur: 8522572 4 Geneal. 2 d 8522572 4 Geneal. 2 d
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10358335-6

[Suche im Band] [PDF-Download] [OPAC]
Scan


103


wovor hertzlich danke. Sonsten berichte auch, daß Morgen pr. Fuhr einsenden werde:
No. 1: 12 Bout. vi« 6e tint. — No. 2. 12 Bout. rothen ?ovtäo. — No. 3:
2 dito Madera-Wein K 1P. 8/? die Bout. — No. 4: 2 dito alten Hochprior
ü 36 Rthl. pr. Orhofft. No. 5: 2 dito besten rothen Medoeq » 30 Rthl. Die
rothen Weine sind vom vorigen Jahr und vortrefflicher Qualität. Wenn solche jetzo
kaufen müßte, würde mich jedes Orhofft 15 K 20 Rthl. mehr Einkaufs kosten, als
ich solche erlasse, muß Ew. Edeln aber bitten, daß Ew. Edeln mir mit erstem eine
Resolution geben, denn die Weine gehen sehr ab und sind diese Woche über 180 Orhofft
von mir ordiniret. Jch bekomme auch 15 Stück 1738ger Moselwein. Wenn mit
etwas dienen kann, ersuche zu befehlen; Vs Ohm Canarien-Seet soll Morgen auch
mit folgen. Vielleicht packe noch Vs Ohm delieaten Palm-Sect dabei. Muß auch
mit großer Betrübniß dem Herrn vermelden, daß der große Gott kürzlich meine in
die 12 Jahre lieb gewesene Ehefrau nach 15tägiger schwerer Krankheit, von dieser
Welt abgefordert, und mich mit 5 kleinen Kindern in den betrübten Wittwerstand
gesetzet. Was ich vor Hertzensqual habe ausgestanden, das lasse der allmächtige
Gott Ew. Edeln nicht erleben, sondern lasse Jhn benebst Seiner Werthesten Eheliebsten
ein hohes Alter erleben. Solches wünsche aufrichtig. Und wenn sonst mit was
dienen kann, bitte zu sagen. Der ich übrigens verharre u. s. w.


II.


Hamburg, den 22. April 1741.


Herrn Jacobus van de Wall K ^ranktort


Ew. Edeln betrübte Nachricht von dem bedauerswürdigen Absterben Dero nun?
mehro seeligen Frau Eheliebsten hat mich recht empfindlich gerühret, und meinen vor
kurtzem gleichmäßigen Verlust wiederum erneuert; kann dahero von der Größe Dero
Betrübniß leicht urtheilen, wünschte freilich nur, daß einen kräftigen Trost dagegen
ertheilen konnte. Solcher kommt aber alleine von dem großen Gott, der uns solch
Haus-Ereutz und Hertzeleid zugelassen hat, und dasselbe tragen zu helfen bereit ist.
Wir Menschen sind nur leidige Tröster; bitte also den Herrn aller Herren, daß
dessen Güte Ew. Edeln aufrichten und stärken, für ferneren Unfall in Gnaden

Scan

Bitte beachten Sie folgende Nutzungsbedingungen:

  • Die Dateien werden Ihnen nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke zur Verfügung gestellt.
  • Nehmen Sie keine automatisierten Abfragen vor.
  • Nennen Sie die Bayerische Staatsbibliothek als Eigentümerin der Vorlage.
  • Bei der Weiterverwendung sind Sie selbst für die Einhaltung von Rechten Dritter, z.B. Urheberrechten, verantwortlich.
  • Bitte wenden Sie sich bei Fragen an BSBdigital[at]bsb-muenchen.de