Verlagsort: Brünn | Erscheinungsjahr: 1867 | Verlag: In Commission bei A. Nitsch.
Signatur: 4 Geneal. 4 s
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10358351-5

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IV


österreichiche Geschichte überhaupt und ich venreise in dieser Beziehung nur auf
die Nummern CCCLXXXIV, CCCXCI, CCCXCIH, CCCXCÍV, CCCXCV, CCCXCVI^
CCCXCVHI, CCCXCIX, CCCC1II, CCCCII, CCCCV, CCCCVI, CCCCVII, ferner auf
die Acten, welche die Gesandtschaftsreise des Kristof von Teufenbach nach Pohlen
und Sachsen betreffen. (N. CCCCXVH-CCCCXLIX.)


Auf welche Weise diese teufenbach" sehen Urkunden in das Collalt'sche Archiv
nach Pirnitz kamen, darüber fand ich im Archive selbst keine Aufklärung. Doch
glaube ich, dass folgende Vennuthung der Wahrheit nahe kommen dürfte. Sigmund
von Teufenbach ernannte seinen Bruder Rudolf zum Erben der mähr. Güter Eichhorn
und Èican; Rudolfs zweite Frau, Maria Eva Elisabeth von Sternberg, hatte aus ihrer
ersten Ehe eine Tochter, Maria Maximiliana Theresia, welche als verwittwete Sinzen­
dorf den Anton Franz Grafen von Collalto ehelichte und so die Familienurkunden
ihres Stief- Vaters Rudolf, welcher der letzte der Mayerhoffen schen Unie war,
nach Pirnitz mitgebracht haben dürfte.


Was die Familie der Teufenbache selbst betrifft, so kann es selbstversländlich
nicht die Aufgabe einer Einleitung zu einem Diplomatare sein, eine vollständige Fa­
miliengeschichte zu geben ; es muss genügen, die hervorragendsten Momente hervor­
zuheben und die Descendenz auf Grund der vorhandenen Urkunden festzustellen.
Desshalb kann ich auch nicht in eine Prüfung der genealogischen Nachrichten über
die Teufenbache, die in Aquilin us Julius Cäsar, Bucelinus Lazius und Wurmbrand
enthalten sind, eingehen, namentlich was das 11. und 12. Jahrhundert betrifft, da mir
die urkundlichen Belege nicht vorliegen; die Verbesserungen an dem Stammbaume,
welcher in den „Annales Ducatus Styriœ" enthalten ist, werden sich von selbst erge­
ben, soweit sie eben aus diesem Urkundenbuche fliessen, auf welches allein ich mich
bei Angabe der genealogischen Daten beschränke.


Der Stammsitz der Teufenbache ist ein Hof bei dem im Brucker Kreise gele­
genen Pfarrorte Teufenbach, welcher Hof „in dem Gehag" genannt wurde. Bis ins
15. Jahrhundert hinein erscheinen die Teufenbache mit dem Prädicale „aus dem Gehag
zu Teufenbach".1) Ihre Titulatur ist in der älteren Zeit „erbarer Knecht"2) später


') Leutolt in dem gehach ze teufenpach. pg. 3. НаЧ-tlein aus dem Gehag von TeufFenbacU. pg. 7. 10.
Lertolt Toll Levtolts svn auz dem Gehag. pg. 9. ain hoff czu Tewffenbach genant iu dem gehag
in chundorffer pharr pg. 19G. 198. Wann die Burg Teufenbach erbaut wurde, ist nicht bekannt; ihre
Ruinen zeigen, in welch' sinnreicher Weise sie befestigt war. (Siehe Mittheilungen d. hist. Ver. f.
Steiermark VII. H. pag. 231.)


*) dem erbern Chnecht Diethern von Tiufenbach pg. 11. dem erberu chnecht Hertlein aus dem gehag
pg. 12.

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