46 Fragmente aus der Solmsifthen Gsschichte.
Die erste und eigentliche Veranlassung zu Graf Dietrichs
Bedrängnissen war , daß er sich weigette , die Vertrage und
Handlungen, die seine Eltern bewilligt hatten, einzugehen, ^)
vornemu'ch setzte ihn jener nachtheilige Pergleich mit Nassau,
vom Jahr 1349. den bittersten Krankungen aus. Graf Dietrich
wollte sich uicht langer gefallen lassen , eine Nassauifche Hof
stätt vor den Thoren des Schlosses Braunfcls zu dulden, an
welchem er gleichen Antheil hatte. Doch hielt er sich zu
schwach ohne fremde Beyhülfe , die Nassauer zu vertreiben,
er nahm daher feine Zuflucht zu dem Landgrafen von Hessen,
und trug ihm das Schloß Höhen-Solms zu Lehn auf, und
so giengen die Feindseligkeiten mit Nassau aufs neue an. Hier
zu kam, daß im Jahr 1355. Graf Gerhard von Dictz , mit
Graf Johann von Nassau -Mehrenöerg in eine neue Fehde ge-
ricth. Nun war zwar Graf Dietz wegen seiner Großmutter
Mit dem Solmsische,: Hause befreundet, ^) doch hieltcns Graf
Heinrich und Otto zu Solms mit Johann von Nassau , und
verpfändeten ihm ihre Schlösser Höhen-Solms und Braun
fels. °) Graf Dietrich , der an diese« auch Anrheil hatte,
widersetzte sich ihnen.
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Im Jahr 1356. rückten zwar die Nassauer vor Höhen-
Solms, wurden aber von der Heßischen Partey geschlagen,
und erlitten einen betrachtlichen Verlust. ^) Doch endlich be
hielten die Nassaller die Oberhand , vertrieben unsern Graf
Dietrich . verbramtten Kirche und Dorf Oberndorf , den
Hof zu Burg-Solms, wie aus dem Sünebrief mit Wetzlar
, erhellt,