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kommt aber, daß es 1243 und vorher noch gar kein Grb-
küchcnmcistcramt in der Mark gab, daß das Schul. Geschlecht
erst ini 14. Jahrhundert mit diesem Grbamte belehnt ward
und daß vor den Schul, ganz andere Familien als die er
dichtete von Noretz dies Grbamt bekleideten. *) Ueber die von
Ierasius nntergeschobene Urkunde, wodurch er das Dasein
jener Familie darthu« will, siehe Band 2. unter Werner I.
Nr. 2. Auch ist uns kein Beispiel bekannt, daß eine Miui-
sterialfamilie im 13. oder auch nur 14. Iahrh. durch eine
Erbschaft veranlaßt ein mchrscldn'ges Wappen angenommen
hätte. Endlich würde sich unter den mauchcrlci Schul. Sie
geln aus dem 14. Jahrhundert wohl eins mit dem Ochsen
finden, wenn zum Gebrauch dieses Zeichens alle Linien und
Glieder berechtigt gewesen wären.
Dagegen führt uns eine in den alten Nachrichten einige
mal vorkommende Notiz, daß dies vermehrte Wappen früher
keincsweges von dem ganzen Geschlechte, sondern nur von
dem Erb küchenm elfter geführt sei, auf den wahrscheinlichen
Ursprung desselben. Zu der Zeit als man anfing, das Wap
pen durch Zusätze zu erweitern, wählten manche Familien,
welche ein Grbamt bekleideten, ein für ihre Function passen
des Emblem zur Aufnahme in ihr Wappen. Das geschah beim
Ministerialadel wie bei Fürsten. Wie schon früh z. B. der
Kurfürst vou Brandenburg als Grztammcrcr des Reichs den
Sccpter, der Kurfürst vou Sachsen als Grzmarschall zwei
Schwerdter in ihr Wappen aufnahmen, (doch so, daß nur
die Kur-Inhaber diese Vermehrung des Wappens hatten),
so die Walslebensche Linie der Grafen von Schwerin, die
seit 1680 Grbkämmerer der Kurmark waren, einen Schlüssel.
Da nun der Erbtüchenmeistcr die Aufsicht über Küche, Schläch
terei und Vorrathsgewölbe führte, so war der gevierthciltc
Ochse ein sehr passendes Sinnbild seines Amtes. Na-
») S. das Nähere Abschnitt 3. Nr. 4.