Dasœ Geschlecht der von der Schulenburg ; 1
Autor / Hrsg.: Danneil, Johann Friedrich
Verlagsort: Salzwedel | Erscheinungsjahr: (1847) | Verlag: Schmidt
Signatur: 10333827 Geneal. 24 m-1 10333827 Geneal. 24 m-1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428053-0

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zur Sprache und hatte eine» Vergleich zur Folge, der unter
dem 13. Juni 1398 geschlossen ward'). Nach demselben
sollte das Geschlecht ans seiner Mitte einen Lehns­
träger wählen und ihn dem Landesherrn vorstel­
len. Dieser Geschlechts-Lehnsträger sollte dann
stattAller die beiden Stammlehne Vetzendorf und
Apenburg mit Zubehör empfangen, tragen und
warten. Stirbt dieser Lchnsträger des ganzen Geschlechts,
so lautet das Ucbcreiukommcn weiter, so wird statt seiner
ein anderer aus der Familie erwählt, der das Lehn aufs
neue zu suchen und zu cmpfahen hat. Als Lehnwaare wird
in dienender Hand zweihundert Thal er, in herrschender
Hand einhundert Thaler festgestellt, Lehnsträger und Mit­
belehnte aber müssen die Lehnspsiicht schwören. Hinsichts
der übrigen Schulenb. Lchngüter aber, namentlich wegen
Lökenitz bleibt es bei dem alten Herkommen und üblichen
Landesgebranch. Diese letzte Bestimmung war undeutlich.
Aus später» Verhandlungen geht hervor, daß die Lehnscurie
den Sinn damit verband, daß die Familie die Vclehnung
mit den übrigen Gütern besonders nachsuchen und jeder seine
Lehnorcchte darauf selbst wahrnehmen solle. Die Lökenitz
ist deshalb ausgcnannt, weil dieses Gut iu dm früher« Lehr­
briefen über Vetzendorf «ud Apenburg nicht selten mit ent­
halten, also zu den Stammgüteru der Familie mitgerechnet
war. Dessen ungeachtet ward in dem an demselben Tage
über Vetzendorf und Apenburg auf den Namen des von dem
Geschlechte erwählten Lehnsträgcrs ausgestellten Lchnbriefe die
Lökenitz wieder mit aufgenommen, ein neuer Beweis, daß
die Lehnbricfc in den älter» Zeiten nicht selten ganz mecha­
nisch abgeschrieben wurden. Dem Geschlecht«: war es daher
auch nicht zu verargen, die Worte, daß es mit der Lökenitz
nach dem üblichen Landesgebrauch gehalten werden solle, den


') Urkund. Buch. Nr. 491.

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