Das Geschlecht der von der Schulenburg ; 1
Autor / Hrsg.: Danneil, Johann Friedrich ; Hellfeld, Johann August
Verlagsort: Salzwedel | Erscheinungsjahr: (1847) | Verlag: Schmidt
Signatur: Geneal. 24 m-1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428053-0

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Sinn unterzulegen , daß es mit Vetzeudorf und Apenburg
ln einem und denselben Lchnbriefe aufgenommen werde. In
den folgenden Lehnbriefen ist die Lökcnitz bald in den Lehn-
bricfen über Vetzendorf mit angegeben, bald nicht. Zu den
ersten gehören die Lchnbriefe von 161N, 1621, 1644 und
1637 ; in den übrigen aber fehlt die Lökcnitz. In der Quit»
tung über die Lehuwaarc von 1637 heißt es ausdrücklich,
daß die Lchmvaare, die allcmahl auf des Lehnsträgers Fall
vom Geschlecht erlegt werden müsse, wegen des Guts Lökc­
nitz mit abgestattet werde. Dagegen war bei dc» Lchnsfällen
1599, 1612, 1625 und 1632 die Lehnwaare für Lökcnitz
besonders mit 89 Rthlr. entrichtet. Seit 1657 aber unter»
blieb die Muthung für die Lökcnitz ganz. Dieses Schwan,
ken der Lchns- Curie, das Gut Lökcnitz bald als abgesou»
dcrtes Lehn bald als Pertineuz der gemeinen Geschlechtsgüter
zu betrachte» gereichte iu der Folge dem Geschlecht« zum
großen Schaden, und hatte den Verlust dieses bedeutendsten
aller Schul. Güter zur Folge. Durch das Uebercinkom«
men von 1598 entstand der Unterschied zwischen gemeinen
Geschlechtsgütern und besonderen Gütern. Zu
jenen gehörten Vetzendorf und Apenburg mit Zu»
bch'ör, wie es stets heißt; alle übrige» heiße» besondere
Güter.') Zu de» letzte» gehörten z. B. Horst, Pro pst ei
Salz wedcl, dagegen rechnete man ohne allen Grund Öfter«
Wohle wieder zu den gemeinen Geschlcchtsgütern. Gs cnt»
hielt diese Bestimmung den Keim zu neuen Streitigkeiten.
Denn es fragt sich: in welchem Sinne soll der Ausdruck
Zubehör verstanden werden? Soll der »tntuz Pin gemeint
sein, so wären sämmtlichc Schul. Güter 1598 in der Mark
gemeinschaftliche Geschlcchtsgütcr , denn der ganze Inbegriff
der Güter wird als Gins betrachtet, sie gingen zur gcsamm­


*) Gemeine Geschlechtsgütc r soll hier bedeuten die Güter,
welche vormals vom ganzen Geschlechte gemeinschaftlich benutzt waren,
an denen früher sämmtliche Mitglieder des Geschlechts Thcll hatten.

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