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alle Jahr unter etliche fromme und bedürftige Studenten,
so die heilige Schrift und tlieuloziam nach Inhalt der Augo-
burgischcn Confession auch Dr. Luthcri seiner Lehre in Univer
sitäten studiren, austheilen."
Ebenso setzte er 35NN Rthlr. aus, deren Zinsen die
Schuldiener und Hausarme in den Gerichten nnd Dörfern
Vienenburg, Hehlen, Osterwohl und Werstedt ge
nießen sollen. Endlich bestimmte er ein Kapital von 1VNN
Rthlr. zur Verbesserung des Gehalts der Prediger in Braun
schweig und eben so viel vermachte er der Iohannis -Kirche
daselbst.
Die Stipendien für Studirende haben sich erhalten und
ist das Kapital auf Hehlen und Dstcrwohle übertragen, Heh
len zahlt jährlich 380 Rthlr. und zwar 36N Rthlr. für 12
Stipendiaten und 20 Rthlr. für den Provisor, wie es in dem
Theilungsreceß zwischen Adolph Günther und Adolph Frie
drich vom 15. Februar 1710 heißt, Osterwohle zahlt jährlich
40 Rthlr.; von den 12 Stipendien vcrgiebt Hehlen die eine
und Wolfsburg die zweite Hälfte, das auf Osterwohle radi-
eirte wird abwechselnd von Hehlen und Vctzcndorf vergeben.
5. Der Priorathof St. Iohannis in Braun
schweig zu adclichen Wittwen bcstimmtdurch
Ilse v. Saldern.
Der vorhererwähnte Fritz VIII. brachte gemeinschaftlich
mit Dietrich von Quitzow den Prioratshof zu St. Io
hannis in Vrauuschweig mit den dazu gehörigen Gütern
von dem Iohanniterorden 1577 käuflich an sich. Der Rath
in Braunschweig kam wegen der Form des Kaufes mit beiden
in Streitigkeit, die durch einen Vergleich unter dem 2. No
vember 157U geschlichtet ward.*) Der Rath zu Braunschweig
hatte nämlich das Recht seinen Consens zu geben wenn
*) Anhang Nr. 14.