13
lioreti das Beiwort unuili» 6 n min uz. Das Epitheton
unt»il»8 vir (nobiliz möchteWohlschwerlichmeiner
Urkunde aus dieser Zeit vorkommen) war aber ein Ehren
titel des höh er n Adels.
3. Heinrich Bischof v. Havelbcrg war gar kein Schu
lenburg, sondern ein v. Kcrkow,») auch Lentz in seiner
Stiftshistorie von Havelberg hat sich hier von Ierasius ver
führen lassen. Die neuer« Schuleub. Gcschlechtstafcln gehen
noch weiter und machen Heinrich v. d. Schul, auch zum
Bischof von Brandenburg (was Ierasius noch nicht hat).
Dieser hieß um die damalige Zeit allerdings Heinrich, war
aber aus dem Geschlechte der v. Ost-Heere«. 2) Es fällt
daher Alles, was Ierasius aus dieser untergeschobenen Ur
kunde folgert, über den Haufen und beweiset, wie wenig auf
Ierasius urkundliche Anführungen zu bauen ist. Gleich dar
auf giebt Ierasius einen neuen Beweis wie willkührlich er
seine Vorgänger benutzt und ihnen sogar Falsches unterlegt,
um seine Behauptungen zu beweisen. Als Belag, daß der
Bischof von Havelberg Heinrich ein Schuleuburg gewe
sen sei, führt er An gel« 3 ^nu. U»rcn. p. 1N2. an. An-
gclus aber sagt daselbst aus (üivtnrlleu» Nichts, als daß
ein Heinrich (ohne Familiennamen) Bischof von Havel
berg geworden sei. Aus den bisherigen Schul. Gcschlechts
tafcln sind daher zu streichen Heinrich Bischof von Havel
berg und Brandenburg, dessen Bruder Bernhard und dessen
Söhne Werner, Hans und Heinrich. Von Bernhard,
Bruder des Bischofs Heinrich führt Ierasius eine Schenkungs
urkunde vom Dorfe Woldenberg an, die unbekannt ist,
und giebt ihm zur Gemahlin eine Gräfin v. Alvcnsleben,
die nicht eristiren konnte, weites damals noch keine Grafen
v. Alvcnsleben gab. Auch hier ließ sich Ierasius durch Gntzelt
1) Riedel iwvu« 6oä. 6!pl. Lianö. Ir Hauptthell. Bd. 2. S.398.
2) Gercken Brand. Stiftshist. S. 122.