Verlagsort: Neuwied | Erscheinungsjahr: 1860 | Verlag: W. Strüder
Signatur: 9174490 Geneal. 104 p 9174490 Geneal. 104 p
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428577-8

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durch die, historisch nicht begründete, Sage von dem Raben
mit dem Ringe, sondern auch ruhmreich und glänzend durch
die historischen Nachrichten. Die letzteren mögen hier foloen
in der Form, wie sie gefunden worden.


Ueber das Jahr seiner Erwählung finden sich verscho­
bene Angaben. Im NKron. Ns,^- 2P. Nsidoin II. 366 ist
zu lesen: Im Jahre 1466, wo der Metropolit (Erzbisch,f
Johannes), bald nach seinem Regierungs-Antritt, dm hie­
sigen Dompropst Thilo von Trotha, welcher am Sonr-
tllge iHtals (16. März) zum Bischof von Merseburg er-
wählt war, feierlich in sein Anit einführte :c. Nach Nliron.
DMeoporum Uei'Zedurßenzium ap. üe l^uüeviß, liel. IV.
451, wurde er erst am Tage praxeoli« (21. Juli) 1468
erwählt. Auch Brotuff und die hochdeutsche Schöppen-
chronik S. 490, setzen seinen Regierungs- Antritt in dieses
Jahr. Da aber der Bischof Johann von Werder, sein
unmittelbarer Vorgänger, schon ^udauuiz 1465 starb, so
müßte der Stuhl drei Jahr leer gestanden haben, was wenig
wahrscheinlich. Die erste Zeit-Bestimmung scheint deshalb
die richtige zu sein. Die historisch-topographische Beschreibung
des Hochstiftes Merseburg gibt auch das Jahr 1466,
aber den 21. Juli, als Tag seiner Erwählung an, ohne die
Quelle anzuziehen. Ebendaselbst heißt es: Der neue Bischof
erhielt erst fünf Jahre nach seiner Erwählung die kaiserliche
Belehnung, und da er wegen dringender Abhaltungen sich
nicht persönlich bei Kaiser Friedrich HI. einfinden konnte,
so gestattete ihm dieser, daß er den Lehnseid in die Hände
des Churfürsten Ernst von Sachsen, welchen der Kaiser
hierbei zu seinem Stellvertreter ernannte, ablegen durfte.
24 Jahre später wurde unser Bischof von Kaiser Maxi­
milian I. von neuem durch einen Lehnbrief sud. ä»to
Worms den 29. Mai 1495 belehnt. Dieser Kaiser muthete
ihm 4 Jahre nachher zu, daß er einen Zug gegen die
Schweizer in Person mitmachen sollte. Dies lehnte jedoch
der Bischof durch Vermittelung des Herzogs Georg von
Sachsen ab, und machte namentlich den Umstand geltend,
baß er dem Reiche nicht unmittelbar Kriegsdienste zu leiste»

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