Verlagsort: Frankfurt a.M. | Erscheinungsjahr: 1865 | Verlag: Brönner
Signatur: 7985480 Germ.sp. 437 xg-1/2 7985480 Germ.sp. 437 xg-1/2
Reihe: Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen ; 1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10021440-6

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Die jetzige Kirche zu Schotten stammt, nach ihrer Bauart, wie
nach den an ihr vorhandenen "Wappen, dem Eppenstein'schen und
Trimbergischen, ohngesähr aus der Mitte des 14. Iahrh., als beide
Geschlechter noch im wirklichen Besitze des Gerichtes waren. Das
Patronatrecht über dieselbe, welche» sich Conrad von Trimberg noch
im I. 1364 bei der Verpsandung seines Antheils vorbehalten hatte,
gieng in der oben angegebenen Weise aus die Landgrasen von Hessen
über. Die irüheren Mmburgischen Rechte an dasselbe waren ent­
weder im Lause der Zeit in Vergeßenheit gerathen oder gegen die
Trimbergischen Berechtigungen an den Psarreien Äendel und Wachen-
buchen abgegeben wurden. Anch von andern Isenburgischen Berech
tigungen in diesem Gerichte sindet sich keine Spur. Nur einen Zehnten
in dem Filialdorse Gotzen, 1326: „55u ckemo tte^en", gaben in
diesem Iahre Luther von Isenburg und Konrad von Trimberg der
Haussrau des Ritters Heinrich Meyden zu !^ehen. ') — Aus diesem
Grunde übergehen wir die Geschichte der einzelneu Orte dieses Ge­
richtes.



Vie Verlheilung der Herisch»st Büdingen an die Büdingischen Eiben.


Schon aus den bisherigen Erörterungen hat sich ergeben, daß
nach dem Tode Gerlachs II. von Büdingen, des letzten dieses Stam­
mes, vier Tochtermänner sich in die von diesen hinterlaßenen Herr­
schasten Büdingen und Ortenberg theilten: Eberhard I. von Breu-
berg, Konrad I. von Hohenlohe-Brauueck, Albert von
Trimberg und Ludwig von Isenbnrg. Es war allerdings
noch ein sünster Tochtermann Gerlachs vorhanden: Rosemann
von Kempenich, aus einem in der Eisel ansäßigen Tynastenge-
schlechte. Dieser trat jedoch srühe von der Herrschast Büdingen ab
und hat vermuthlich sein Erbtheil an seine vier genannten Schwäger
verkaust. Deßhalb bleibt derselbe hier außer Betracht. In der
Hausgeschichte werden wir dagegen aus ihn zurückkommen. — Wir
laßen nunmehr hier zur deutlichern Anschaunng der altbndingischen
Besitzungen und des Wechsels ihrer Besitzer solgende tabellarische lieber-
sicht solgen.


') Urt Buch, X. 105.

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