Das Geschlecht der von der Schulenburg ; 1
Autor / Hrsg.: Danneil, Johann Friedrich
Verlagsort: Salzwedel | Erscheinungsjahr: (1847) | Verlag: Schmidt
Signatur: Geneal. 24 m-1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428053-0

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vellel et I^ücKn univerzi, entspricht ganz dem in der Ver­
kaufsurkunde der Münze zu Stendal, ') nach welcher dieselbe
überlassen wird: „allen vnsen Mannen, Riddern,
Knechten, Borgern, Bauern und allen Lüden in
der olden Marcken — und dorto allen vnsen
lcven getreuen Radmannen, Gildemeistern und
allen gemeinen, beyde Frowen und Mannen vnser
Stedte Stendal, Gardelegen, Sehusen, Tanger­
münde, Osterburg, Werben und Havclberg. In
beiden Urkunden ist wohl nur eine Umschreibung des Münz-
districts enthalten. Da wir nun von der Stendalschen Münze
weit mehr urkundliche Nachrichten haben, nach diesen aber
nur die Stadt das Münzrecht hatte, so sind wir berechtigt,
dies auch von der Münze in Salzwcdel anzunehmen.


Endlich: hätten nicht die Städte Stendal und Salz-
Wedel allein das Münzrecht gehabt, so würde der Verlust
desselben bei Gelegenheit des Aufruhrs in beiden Städten
wegen der aufgelegten neuen Bierzinse, woran die umwoh­
nenden ritterlichen Geschlechter durchaus keinen Theil hatten,
auch zugleich eine Strafe für diese gewesen sein, wogegen sich
diese gewiß erhoben haben würden.


Die Sage von den Klauengroschen und Klauen­
schillingen, die mit dem Schul. Wappen versehene Münze
gewesen sein sollen, ist rein erdichtet. Wahrscheinlich hat G o»
clenius die Veranlassung zu diesem Irthum gegeben, der
in seinem ?iiilobit>lwn «acrum S. 211. erzählt, daß um 1300
die Schulenb. kupferne mit dem Namen v. d. Schulenburg
bezeichnete Platten jedem Unterthan bei der Annahme gege­
ben hätten. 2) Selbst die Richtigkeit dieser Behauptung ist
noch sehr zu bezweifeln. . .


1) Lcntz, S. 39«.


2) Belmann Churm. Brandend. Th. I. V, 444.

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