Verlagsort: Wien | Erscheinungsjahr: 1860 | Verlag: K. Gerolds Sohn
Signatur: Geneal. 101 h
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428549-8

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Gurk übergeben, dieses dagegen ihnen dafür 350 Mark Friesacher Münze
bezahlen sollte; wofür sieh der Herzog selbst, so wie Graf Friedrieh von
Ortenburg, Graf Ulrich von Heunburg und Ulrich der Freie von Lengen­
burg verbürgten*).


1266 zu Krainburg. Herzog Ulrich von Kärnten und Herr von Krain
gestattet seinem Ministerialen Niklas von Reutenbereh, zwei von seinen Kin­
dern, nämlich Diemut und Konrad, der Freisinger Kirche zu geben und zu
legiren, weil sie dadurch zu Ehren und Würden kommen könnten. Zeugen:
Ulricus comes de Sternberch, Ulricus comes de Hcwnenburch, Fride-
ricus de Pettaw, Albericus Praepositus s. Virgilii, Vicedominus noster per
Carinthiam2).


1267 am 6. Juli zu Völkermarkt. Anno Domini MCCLXVII0 sexta feria
intrante Julio me Swarzmano judice Illustris Dueis Karinthiae in foro Folken-
marc(!) coram viris nobilihus Domino Ulrico comite de Hunenburch,
Sifrido de Merenberch ac multis aliis judieio praesidente accesserunt ad me viri
nobiles Hartwicus, Heinricus et Godefredus fratres dicti de Colniz etc. (sie
verkauften, um ihre Schwester auszuheirathen, dem Abte Gerhard von St. Paul
einen Wald bei St. Martin im Granizthale) 3).


Gegen das Ende des Jahres 1267 unternahm König Ottokar einen Kreuzzug
gegen die heidnischen Lithauer, an welchem viele Edelherren aus Osterreich
und Steiermark Theil nahmen, welcher jedoch völlig verunglückte und unter
denjenigen, welche ihn mitmachten, eine grosse Verstimmung gegen den
König hervorrief. Sein ungerechtes Verfahren gegen die Brüder Bernhard und
Heinrich Grafen von Pfannberg, Hartnid von Wildon, Wülfing von Stubenberg
und Ulrich von Lichtenstein, welche ihr Landsmann Friedrich von Pettau einer
Verschwörung gegen den König beschuldigte, entfremdete ihm die Herzen der
Steirer.


Ob Graf Ulrich von Heunburg an diesem Feldzuge Theil genommen
habe oder nicht, ist unbekannt.


1268 am I5. Juli zu St. Radegund. Herzog Ulrich von Kärnten bekennt,
dass er zu jener Zeit (1257 und in den folgenden Jahren), als er seinem Bruder
Philipp, erwählten Erzbischofe und Administrator des Erzbisthumes Salzburg,
gegen den (1256) neugewählten Erzbischof Ulrich Beistand leistete, der Salz­
burger Kirche bedeutenden Schaden zugefügt habe, der sich auf 40.000 (?) Mark
belaufe, und übergibt derselben als Ersatz dafür die Stadt St. Veit, den Mark t
und die Veste Klagenfurt und St. Georgen im Jaunthale, empfängt sie jedoch
von Salzburg wieder als Lehen zurück. Zeugen: Ulricus comes de Ortenburch
Canonicus Salisburgensis, Ulricus de Sternberch, Ulricus de Hunenburch,
Fridericus de Ortenburch comites etc.*).


*) Anton von Benedict. Handschriftliche Nachrichten aus Gurker Urkunden.


2J Meicheibeck. Eccles. Frising. T. II, Instrum. Nro. 81, pag. 52.


11 ) St. Pauler Urkunde in Abschrift im st. st. Joanneum.


l) Gurker Urkunde nach Benedict.

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