Geschichte und Genealogie der Familie Lorenz Meyer in Hamburg
Autor / Hrsg.: Beneke, Otto ; Schorch, Heinrich
Verlagsort: Hamburg | Erscheinungsjahr: 1861 | Verlag: Meißner
Signatur: 4 Geneal. 2 d
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10358335-6

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wissen, wenn Dero Güter derzeit vor meine eigene Rechnung gegangen wären, so
wäre Abends nicht sonder Verassecurirung zu Ruhe gegangen, und wenn ich auch
6 und mehr pCt. hätte geben müssen. Doch genugsam von dieser Materie.


Auf das andere, so die Frau Gevatterin mir wegen des gesandten Rheinweins
melden, versichere, daß ich dasselbe Faß Wein, wovon die Probe ist, auf die Zulast
stechen lassen, so wahr dereinst an jenem Tage gedenke Gottes Angesicht zu schauen.
Will also die Frau Gevatterin bitten, mich mit dergleichen groben Beschuldigungen
zu verschonen, oder werde darauf antworten was darauf gehört. Jch habe meinen
Kindern nichts gesammelt mit dem verfluchten Geiß, nichts mit Unrecht oder Schel-
mereyen (als da ist andern Wein verkaufen als die Proben sind), sondern was ich
habe das hat mir Gott bescheeret, der eine fleißige und treue Hand nicht ungesegnet
lasset: Derohalben so vertraue ich meinem Gott, und frage nach der Frau Gevatterin
ihren Commissionen, welche Sie mir so sauer machet, gantz und gar nichts nach.
Uebrigens verharre*) :e.


XI.


Hamburg, den 13. October 1741.


An Se. Ere. Herrn Geh. Rath v. Holmer K Kiel.**)


Ew. Ereellenz belieben es nicht ungnädig zu vermerken, daß mich gemässigt sehe,
mit diesem Briefe beschwerlich zu fallen; es nöthiget mich dazu meine alte Forderung
an die Hochsürstl. Hochhaltung vor gelieferte Weine. Es restieren noch c!e ^rmo
1731: 317 P. 2/S, 6e ^nno 1733: 310 A, de ^uvo 1734: 7171 P. ö /? davon


*1 Nach längerer Pause beginnen die Briefe an Mad. Thomsen wieder i. I. 1745 ziemlich
kühl und verharren in solcher Temperatur.


*) Die folgenden 11 Briefe sind auch deshalb nicht ohne Interesse, da sie den damaligen
Zustand des Holstein- Gortorpschen Hofes zu Kiel bezeichnen. Der noch minderjährige
Herzog Karl Peter Ulrich wurde bekanntlich i. I. 1742 als Russischer Großfürst und
Thronsolger nach St. Petersburg berufen; nachdem i. I. 1743 auch der Landesadmini«
strator Herzog Adolph Friedrich, bisheriger Bischof von Lübeck, als Schwedischer Tbron-
folger nach Stockholm gezogen war, regierte in Kiel ein Conseil.

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