Das Geschlecht der von der Schulenburg ; 1
Autor / Hrsg.: Danneil, Johann Friedrich
Verlagsort: Salzwedel | Erscheinungsjahr: (1847) | Verlag: Schmidt
Signatur: 10333827 Geneal. 24 m-1 10333827 Geneal. 24 m-1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428053-0

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werden. Bei Theilnngen fand die sogenannte Todttheilung
Statt. Aber auch hier verfuhr man nicht consequent. Der
Schulze in Ieg geleben z. V. erhielt einige Lehubriefe, in
denen auch seine Brüder als Mitbelchnte aufgeführt werden.
Von den übrigen Agnaten ist in den Lehnbricfcn keine Rede.
Die Lehnbriefe für dm Schulzen in Wendisch -Horst sind
wie die übrigen Baücrlehne nur auf den Zeitbesitzer ausge­
stellt und nur ein Sohn kam zur Lehnsfolge, dagegen wur­
den 1698 zwei Brüder zugleich belehnt, in einem Grkennt-
niß von 1756 ist ferner von einer gesammtcn Hand die Rede.
Dies Schulenb. Priuatlehnwesen gestaltete sich übrigens
nach keiner bestimmten Norm. Fast bei jedem Lehn war
es verschieden. Bald ward ein Ritterpferd gestellt, bald nicht.
Der eine Lehnsträger hatte Viel, ein anderer Wenig beim
Muthen zu entrichten, ein Dritter gab nichts, oder nur in
dienender nicht in herrschender Hand oder umgekehrt. Alles
muß nach den einzelnen Lehnbriefcn beurtheilt werden. Daß
in den Schulzenlehncn der jüngste Sohn folgt, wie hie und
da behauptet ist, davon findet sich in den Nachrichten nicht
die geringste Spur.


Durch das Westphälische Decret vom 28. März 18N9
wurden auch sämmtliche Privatlchne aufgehoben, doch so, daß
auch hier, wie bei den adlichen, der erste Lehnsfolger succes-
sionsfähig war, in dessen Händen aber das Lehn Gigenthum
ward. Ausgenommen waren auch hier, wie bei den adlichen,
diejenigen, welche ans 4 Augen standen. Diese letzte Bestim­
mung konnte eigentlich auf alle Bauerlehne Anwendung fin­
den, denn alle standen genau genommen auf 4 Augen, lvenn
der Lehnsträger nur Söhne und nicht gerade auch schon ei­
nen Enkel hatte, aber in diesem Fall war er in der Regel
nicht mehr Lehnsträger. Wenigstens konnte ein solcher Fall
auf dem Lande nicht gut vorkommen. Dagegen läßt sich
auch die Meinung geltend machen, daß wenn ein Lehnbauer
mehr als einen Sohn hat, das Lehn auf mehr als 4 Augen

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