Das Geschlecht der von der Schulenburg ; 1
Autor / Hrsg.: Danneil, Johann Friedrich ; Hellfeld, Johann August
Verlagsort: Salzwedel | Erscheinungsjahr: (1847) | Verlag: Schmidt
Signatur: Geneal. 24 m-1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428053-0

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graf vollständigen Ersatz. Der Krieg fiel bekanntlich glück­
lich für den Markgrafen aus, und Herzog Otto mußte alle
seine Rechte auf die Altmark aufgeben.


Markgraf Ludewig gab 1345 von neuem das Schloß
Vetzendorf als ein Pfand ') an die Schul, mit dem Vor­
behalt einer von drei zu drei Jahren freigestellten Wieder­
einlösung. Drei Jahre darauf 1348 legte Markgraf Lude-
wig zu dem Schlosse Vetzendorf noch 12 Stücken Geldes
aus der Vede zu Stappenbeck, Kricheldorf, Wöpel,
Ahlum, Tangeln und Käkelitz, so wie die Markgraf!.
Lehnstücke aus Peerz und Nesenitz, die aber sammtlich
mit der Ginlösung des Schlosses wieder an den Markgrafen
zurückfallen sollten. ^) Es ist daher ein, freilich ganz allge­
mein herrschender, Irrthum, daß das Geschlecht bereits 1243,
oder nach Vekmann sogar schon 1212 in den erblichen Be­
sitz von Vetzendorf gelangt sei.') Eben so irrig ist es,
daß die Familie v. Kerkau Theil an Vetzendorf gehabt
habe; die dafür beigebrachte Urkunde') spricht wahrscheinlich
gar nicht von Vetzendorf.


Wann übrigens die Velehnung mit Vetzendorf erfolgt
sei, läßt sich nicht mit Gewißheit bestimmen; wahrscheinlich
aber geschah es im Jahre 1345. In diesem Jahre über­
ließen nämlich die Schul, einen Theil ihres Vurglehns zu
Salzwedel an das Franziskaner Kloster; sie nennen sich in
der Verkaufsurkunde äumiui c»8tri 6o Lotieuäors.
Wären sie nur in dem Pfandbesitz des Schlosses gewesen,
so hätten sie sich dieses Ausdrucks nicht füglich bedienen kön­


1) u. B. Nr. 47.


2) u. B. Nr. 54.


3) In dem genealogischen Taschenbuch der gräflichen Häuser »836.
S. 438. ist das Jahr 1204 angegeben, in welchem das Geschlecht mit
Vetzendorf belehnt sei, gegen alle urkundliche Nachrichten.


4) ÜL Iiuöeniß «ei. ?, SI.

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