Geschichte der Familie von Blücher ; 1
Autor / Hrsg.: Wigger, Friedrich ; Wallis, Stefan Rudolf ; Schmidt, Heinrich
Verlagsort: Schwerin | Erscheinungsjahr: 1870 | Verlag: Stillersche Hofbuchhandlung
Signatur: Geneal. 118 sb-1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10481642-5

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Hermanns Anwesenheit verhandelt war, schenkte und dem Bischof von
Verden Zehnten zur Verleihung an dasselbe Kloster aufliess, erschien
noch einmal der Ritter Hermann von Blücher unter den Zeugen seines
Grafen. Er steht hier 46 an letzter Stelle, die Ritter Werner von
Schwerin, Otto von Boizenhurg, Jurius von Hitzacker und Berthold
von Ritzerow sind vor ihm genannt, wahrscheinlich aber nur, weil
ihnen als Rittern, die nicht in der Umgebung des Grafen kamen,
sondern als seine Vasallen jenseit der Elbe sich bei ihrem Lehnsherrn
einfanden, der Ehrenplatz vergönnt ward.


Die letzte Urkunde, welche Hermanns Namen nennt, ist nicht
vom Grafen Günzel ausgestellt, sondern vom Schwerinschen Bischof
Hermann I.," Rudolfs Nachfolger, und zwar zu Bützow am 13. Febr.
1264 51. Der Bischof bestätigt in derselben dem Kloster Rühn das
Patronat der Kirche zu Frauenmark, welches der Graf Günzel dem­
selben geschenkt hatte; und die Zeugenreihe, die „Hermann von
Blücher der ältere" eröffnet, und in der auch schou „Hermann
топ Blücher der jüngere" erscheint, zeigt vermulhlich die schwe­
rinschen Vasallen, welche zu dieser Verhandlung von ihrem Grafen
abgesandt waren.


С Am wenigsten haben wir von dem dritten Bruder, dem
Ritter Johann von Blücher, zu berichten. Bei seinen Lebzeiten wird
er in keiner andern, als in der auf S. 46 besprochenen Urkunde vom
Jahre 1244 1S genannt. Wahrscheinlich ist er selbst sowohl als seine
Gemahlin Mechthild, die wir aus der Memorienstiftung ihres Sohnes,
des Bischofs Ulrich von Ratzeburg 8e, kennen lernen, früh verstorben.
Denn ein anderer Sohn, der Bischof Hermann von Ratzeburg, theilt
uns gelegentlich mit, dass er nach dem frühen Verluste seiner
Eltern im Dom-Capitel zu Ratzeburg ein zweites Vaterhaus gefunden
habe 187, und Hermann war im Jahre 1261 ** schon Domherr*).


*) Wenn das bei v. Weetphalen, Monura. T. IV, Tab. 18, abgebildete,
schon oben in §. 3 (S. 32, Note) berührte Siegel eines Ritters Johann
\on Blücher — mit gekreuzten Schlüsseln — echt wäre, so könnte


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