Publishing place: Frankfurt a.M. | Year of publication: 1865 | Publishing house: Brönner
Call number: 7985480 Germ.sp. 437 xg-1/2 7985480 Germ.sp. 437 xg-1/2
Series: Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen ; 1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10021440-6

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Iungsrau Maria und dem heil. Antonius geweiht war. Heinrich II.
von Isenburg und seine Gemahlin Adelheid von Hanau aber ver­
sprachen bei dieser Gelegenheit, diese Schenkung wirklich auszusühren,
wenn sie Wenings wieder einlösen würden. Im I. 1357 aber war
diese Einlösung bereits ausgesührt. Denn in diesem Iahre vollendete
Heinrich von Isenburg mit seiner Gemahlin die Ausstattung der Anto-
niuskapelle. ') Die Etadtkapelle zum heil. Iohannes dem Täuser
aber wurde im I. 1464 zur Psarrkirche erhoben. Das hiesige Schloß
diente in alter Zeit zuweilen als Isenburgischer Wittwensitz. So war
die Wittwe Iohanns II. Herrn zu Isenburg, Margarethe, geb.
Gräsin von Katzenelnbogen, die Mutter Diether's I., halb aus
Wenings und halb aus Wächtersbach bewitthumt und wohnte eine
Zeit lang hier. Später zog sie es indeßen vor, das rauhe Wenings
mit dem mildern Wächtersbach zu vertauscheu, und brachte hier die
letzten Iahre ihres Lebens zu. Zu Ansang des vorigen Iahrhunderts
aber baute Gras Wilhelm Moritz zu Isenburg-Birstein an die
Stelle der alten Burg ein Schloß, den s. g. Moritz stein, und be-
stimmte dieses, noch vorhandene Gebäude zum Wittwensitz sür seine
zweite (nicht ebenbürtige) Gemahlin, welche davon den Namen Hlaä^mo
äe HIurit25teiu sührte, aber noch vor ihrem Gemahle starb. — Zahl
der Einwohner: 892.


3)Merlensritz; 1341: NrKiutriäl» (wahrscheinl. Erlensrieds
Hos); 1357: Norlciulrit» und 1370: zierkeutels , welche letzte Be­
nennung zugleich eine verunglückte Erklärung des Namens gewesen
zu sein- scheint. ^) Der hiesige Zehnte und mehrere Gesälle wurden von
Hermann von Lisberg und Heinrich von Isenburg zur Stiftung der
oben erwähnten Schloßkapelle verwendet. — Das Dors ist noch jetzt
Filial von Wenings und hat 298 Einwohner.


4) Wernings; 1357: Meruellius und t^nru ^Verus. ^V«r>
uekiu ist das Diminutiv von Werner. Darum bedeutet der Name:
„Weruerchens Ort oder Hos". Das Dors gehörte vordem dem Kloster
Petersberg bei Fulda, welches dasselbe im I. 1357 an Heinrich II.
von Isenburg mit allen Rechten und Einkünften sür 50 Psund Heller
verkauste. ') Im Mittelalter hatte auch dieses Tors eine Filialkapelle,


') Url..Bnch, X. 162 II. >Vül iltveiu, p. 9 u. 174 5YWegenderK»-
pelle im Torse Bnradracht s. ebendns. p, 197.


') Do« vorgeschlagene M hat seinen Grund, wie l'.'i dem Minen Merholz in
de»i altdeutschen Tali«: Xum NrKinlreäis, zu suppl,: Hos,


') Serib», Reg, II. X. 517.

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