Das Geschlecht der von der Schulenburg ; 1
Author / Editor: Danneil, Johann Friedrich
Publishing place: Salzwedel | Year of publication: (1847) | Publishing house: Schmidt
Call number: 10333827 Geneal. 24 m-1 10333827 Geneal. 24 m-1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428053-0

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nur nach der Gradualfolge bestimmt wäre.") Diese Lineal-
Gradualfolge besteht nämlich darin, daß, wenn keine Descen«
denten oder Brüder und Vrudersöhne vorhanden sind, welche
letztere stets nach der Linealfolge und zwar nach Köpfen er­
ben, die nähere Linie stets die entferntere, also z. V. die des
Vaters die großväterliche ausschließt, daß aber in der Linie
der dem Verstorbenen im Grade Nähere dem Entfernter« vor,
geht. Nach dieser Lehnfolge konnte von den Lehnserben Hein­
richs des Tollen Levin I. nicht erben, weil er um einen
Grad entfernter war als die übrigen. Werner VIII.


Werner X. Bernhard VI. Hans IV. .Werner XI.


> II,


Heinrich d. Tolle. Albrecht I. Werner XII. Jacob I.


Joachim I. Richard II.
j Heinrich VI.


Levin I.
Heinrichs des Tollen nächste Agnaten waren die Nach­
kommen der Brüder seines Vaters; alle waren gleich nahe.
Nun aber war Albrccht I. schon todt, sein Sohn Levin war
also um einen Grad entfernter von Heinrich als die 5 Söhne
von Hans und Werner, letztere schloffen danach Levin I.
in der Succession gänzlich aus, ob er gleich der Linie nach
eben so nahe war als jene. Ferner würden die 5 Lehnser­
ben nicht nach Stämmen erben können, was bei Brüdern
und Vruderssöhneu allerdings der Fall war, sondern nur
nach Köpfen, das Erbe würde also in fünf gleiche Theile ge­
hen. Diese gemischte Lineal - Gradual - Folge finden wir in
der Schul. Familie seit der Mitte des 16. Jahrhunderts herr­
schend; seit dieser Zeit findet sich auch in den Schul. Lehn­


*) Eine historische Entwicklung dieser in tcr Altmark üblichen Lchn-
folge findet sich in Götze Provinzialrecht der Altmark. l. Bd. I. Abth.
S. 250 — 260.


l. 5

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