Die Geschichte des Ysenburg-Büdingen'schen Landes
Author / Editor: Simon, Gustav ; Pfeffinger, Johann Friedrich
Publishing place: Frankfurt a.M. | Year of publication: 1865 | Publishing house: Brönner
Call number: Germ.sp. 437 xg-1/2
Series: Die Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen ; 1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10021440-6

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die Kellerei nach Wächtersbach zu liesern versprechen, ist eben aus
diesem Iahre. ') — Einw. 168.


Ausgegangen sind: 1) derHauner Hos, 1377 von äein, Ueno
genannt. Derselbe gehörte vordem denen von Forstmeister, wurde
im 30jährigen Kriege niedergebrannt, nach dem Kriege von der Isen-
burgischen Herrschast sür 40 Psund Heller und 90 Malter Haser an­
gekauft und wieder ausgebaut. In diesem Iahrh, wurden die, etwa
!>0 Morgen enthaltenden Grundstücke mit dem Hosgute zu Wächters-
bach vereinigt, und die Gebäude abgebrochen. — 2) Der Mittbach-
Hos in der Nähe von Wächtersbach, der ebensalls mit dem dasigen
Hosgute vereinigt ist.


Vom niederen Adel sinden wir hier verschiedene Familien be­
gütert. Namentlich die Herrn von Vleichenbach, deren Erben,
die von Rumpenheim und dann die Schelme von Bergen
waren. Sodann die Forstmeister von Gelnhausen, die Faul­
haber von Wächtersbach und die Küchenmeister von Wäch­
tersbach. Die Forstmeister hatten hier ein Isenburgisches Burg­
lehen, bestehend in Haus, Hos und dazu gehörigen Grundstücken, die
Faulhaber einen reichslehnbaren Hos und einen dergleichen als
Isenburgisches Lehen, die Küchenmeister ein Burglehn zu
Wächtersbach u. s. w. — Fast alle diese adligen Güter wurden
im I6. Iahrh, vom Grasen Anton I. angekaust.') Die Schelme
von Bergen aber veräußerten ihre hiesigen Güter erst IW2 an den
Grasen Ferdinand Maximilian I. zu Isenburg - Wächtersbach.


ß. 6.
Die Cent Epielberg.


Dieselbe besteht aus zwei, ursprünglich getrennten Theilen, näm­
lich aus dem Gerichte Udenhain und dem Gerichte Spielb er g,
welche wir darum auseinander halten müssen.


1) Das Gericht Udenhaiu.


Es war dieses ein kleines, wahrscheinlich Vogteigericht aus der
linken Seite der Bracht und gehörte deßhalb nicht zum Büdinger
Walde. Welchem Centgerichte es aber untergeordnet war, ob dem zu


') Url.-Buch, X. 260. — Daß dos Dors vor diesem Kause den Faulhaberu
von Wächtersbach gehörte, geht aus spiteru archivaüschen Nachrichten hervor. Die
Faulhaber kommen schon im 13. Iahrh. als Fulhaber vor, s. Url.-Buch, X. 18.


') Isenbnrgische Theilungs-Aeten von 168N.

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