Publishing place: Frankfurt a.M. | Year of publication: 1865 | Publishing house: Brönner
Call number: 7985480 Germ.sp. 437 xg-1/2 7985480 Germ.sp. 437 xg-1/2
Series: Dieœ Geschichte des reichsständischen Hauses Ysenburg und Büdingen ; 1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10021440-6

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verleiht König Wentzel demselben hier einen Zoll, der aber im I.
1400 widerrusen wurde. ')


Nach dem Erlöschen des Falkensiein'schen Mannsstammes im
I. 141 8 kam Ossenbach mit der ganzen Dleieich zunächst an die
Häuser Isenburg und Sann und dann 1486 durch Kaus an Isen-
burg allein, wie wir dieß bereits genauer erörtert haben. Bei der
Theilung der Herrschast Dreieich im I. 1556 kam Ossenbach an die
Linie zu Birstein.


Noch in demselben Iahre ließ Gras Reinhard von Isenburg,
in deßen alleinigen Besitz nun das Dors gelangt war, an der Stelle
des alten zersallenen Schloßes, über deßen Erbauung Nichts bekannt
ist,') das aber jedensalls sehr unbedeutend war, weil es nur selten
erwähnt wird, ein neues Schloß erbauen, und verlegte seine Resi­
denz hierher. Da es aber schon nach einigen Iahren, im I
1564, abbrannte, so begann derselbe gleich daraus den Bau des, nock
jetzt vorhandenen Schloßes, an deßen Vollendung er jedoch durch
seinen 1568 ersolgten Tod verhindert wurde. Sein Bruder, Gres
Ludwig, der bisher noch Domherr zu Mainz, Köln und Straßbuy
gewesen war, legte hieraus seine Stellen nieder, nahm Theil an der
Regierung und trat in den Ehestand. Dieser war es denn auch,
der das neue hiesige Schloß vollends ausbaute, es mit den ivch
vorhandenen Galerien und Wappen versehen ließ und hier bis zu
seinem im I. 1588 ersolgten Tode wohnte. Noch im I. 1582 er­
richtete der Gras hier einen Burgsrieden, deßen Besang so beschrrben
wird- derselbe ging vom Schloße nach der Brücke, dem Umyause
zu bis an die Mühle und den Zimmerplatz, und dann wieder lerum
an die Schloßbrücke, dann die Straße hinaus bis an die Schwede,
von da wieder zurück nach der Schloßbrücke zu, nach dem Behhose
und dem Lustgarten, soweit der Viehhos und der Lustgarten reichen.
Dieses Isenburgische Schloß ist später , während des 30nhrigen
Krieges, durch den Grasen Wolsgang Heinrich bekannt gworden.
Derselbe lebte in schwerem Hader mit seinen Nachbarn, d«n Kur
sürsten von Mainz und dem Landgrasen zu Hessen- Darmstidt, und
da er überdieß wegen seiner Theilnahme an den Kriegszigen des


') Ibiä. S. 848.


') Wahrscheinlich wurde dasselbe um 1398 wegen der damaligen Bewilligung
de« Mainzolle« erbaut. Daß e« unbedeutend gewesen sein muß, sieht man daraus,
daß e« leine Burgmänner und lein Burggericht hatte, und — so seit« und s» spit
genannt wird.

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