Das Geschlecht der von der Schulenburg ; 1
Author / Editor: Danneil, Johann Friedrich
Publishing place: Salzwedel | Year of publication: (1847) | Publishing house: Schmidt
Call number: 10333827 Geneal. 24 m-1 10333827 Geneal. 24 m-1
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428053-0

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Wedel, welche die Eroberung von Lcmgenapel zur Folge
hatte und nur unter drückenden Bedingungen konnten die v.
d. Knescbeck ihre Wälle erhalten.


Aehnliche Beispiele, daß die Bewohner von Bürgen, die
früher nicht Eigenthum des Landesherr« gewesen waren, doch
zu den Beschlossenen gerechnet wurden, ließen sich vielleicht
noch mehrere auffinden.


Unter Karls IV. Herrschaft gehörten nun aus der Alt.
mark folgende Geschlechter zu den Beschlossenen: zuvörderst
die v. d. Schulenburg, die durch die Bclehnung mit Schloß
Betzendorf unter den Vaicrschen Markgrafen in die Zahl
der Schloßgcsessenen eintraten, ferner die v. Alvcn sieben,
v. Vartensleben, v. Iagow, die Schenken v. Flech­
tingen, die v. Oberg, v. Wederde und v. Grrleben.
Dazu kamen später nach dem Verzeichnisse von 1444 die
v. Bodendik, v. d. Knesebcck auf Tylsen, v. Redern
auf Krumbke, v. Lüderitz auf Vitkau und v. Bismark
auf Vurgstall. Zu diesen kamen nach der Liste von 157?
die v. Wustrow zu Wustrow, v. Plato im Lenncgau und
v. Dannenberg zn Werbrow.


Was die Vorrechte der Beschlossenen in der Altmark
betrifft, so bestanden sie in folgenden:


1. Sie hatten bei den Versammlungen der Ritterschaft
ein entschiedenes Uebergewicht, indem sie den Vorrang vor
den Unbeschlossencn hatten und das Rechnungswesen allein
in ihren Händen war, denn den Unbeschlosseuen wurden die
Rechnungen nicht mitgetheilt; auch hatten diese nicht einmal
fteien Zutritt zu der Ritterschafts -Registratur.


2. Sie wurden durch verschlossene Ginladungen zu den
Versammlungen der Ritterschaft, die Unbeschlossenen aber nur
durch offene Patente geladen.


3. Sie erhielten bei den Ausschreiben, Citationen :c.
höhere Prädikate und wurden im 17. Jahrhundert: „Wohl­


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