Publishing place: Halle | Year of publication: 1832 | Publishing house: Schwetschke
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müßte doch irgend eine Erwähnung dieses feines Amtes in der
Urkunde sich finden , da er ja selbst zugegen war !
«n: Die zweite Urkunde stellt Albert selbst aus im I. 1215.
Der Abt von St. Trudpert hat wieder über seinen clelensnr
<^. N»r8cli3lcu8 und andere in« lest» toi e8 des Klosters ge­
klagt, und zwar wird die Sache verhandelt in Gegenwart des
Bischofs im Gericht zu Rubeaci. Der Landgraf spricht das
Kloster frei von allen Forderungen, die an dasselbe gemacht
werden sollten, auf alte Privilegien sich beziehend. Er
nennt sich aber ebenfalls nur I'iuvin<.ia1is domes ^l8i,ti»e,
und erwähnt mit keiner Sylbe seiner Vogteircchte, da er doch
sagt, der Abt sei uullinn Pensioneni ve1 censum .in t 8er-
viciuin sen exnctiunes nec »«c«luin8»iumzuleisten
schuldig.


In beiden Urkunden ist also von Alberts Vogteirecht
über Trudpert nicht die Rede, so sehr man auch eine Erwäh­
nung derselben erwartet; ja, in der ersten werden ausdrücklich
die Herren von Stauffen als »clvaeiitl genannt.


Wie hilft sich nun Herrgott ? Er macht ohne allen Be­
weis die Herren von Stauffen zu 5uli:!tlv«c»ti8 1. p. 165 —
welchen Titel ihnen Albert in den ersten Urkunden geben mußtet
um an seinen Ansprüchen nichts zu verlieren , — ^ und schließt:
St. Trudpert liegt im Breisgau, dort haben die Habsbürger
keine Besitzungen, bei dem Grafen dieses Gaues wäre aber das
gesetzliche Gericht für das Kloster. Der Abt geht nun M Al-
bert ins Elsaß; was folgt daraus?. Albert muß Schntzvogt
sein! . ,— ^ ' ^.'. .. ^, < n«. .^^.in, .5«i' '^i'.<'


Der Abt wendet sich aber nicht an Albert, sondern an
den Bischof zu Straßburg, nach Urk. vom I. 1211, weil
sein Kloster dahin gehört. Denn in der Urkunde heißt es:
<^NIN i^itur ^ntii,s «tlüunventus mun. 8.1'tuljo^iti, l^un-
st«nt. vinecesis, me,n^».« ^c/e.«'»« noHt^«e ni<,ifnn et
n-.'....^>„!,.',7,^'.'.5?'.'!i,^..


Roepel! Gr. v. Hadsb. 3

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