Publishing place: Rottweil | Year of publication: 1840 | Publishing house: Herder
Call number: Geneal. 85 v
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10428455-2

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ihm hauptsächlich sein ehemaliger Vormünder — der Graf Gel,
h ard von Fürstenberg, der nach seinem Bruder Egon diese
Vormundschaft übernommen hatte, behülflich gewesen war. Anna
wurde als das einzige Kind von ihrem Vater zur Erbin seines
Antheils an der Herrschaft Mößkirch vor dem Kaiserlichen Hof-
gerichte zu Rottweil im Jahre 1344 eingesetzt. Zum Unglück
aber starb Anna nach einer unfruchtbaren Ehe im Jahre 1350.
Sie wurde in der Et. Martinskirche zu Mößkirch beigesetzt, wo-
hin sofort die Zimmern'sche Familiengruft verlegt wurde, nachdem
sie seit dem Jahre 1054, also drei Jahrhunderte lang, im Kloster
St. Georgen gewesen war.


Mit dem Tode Anna's hörte aber das bisherige intime Ver^
bältniß zwischen den Schwiegereltern Werners und ihm keines­
wegs auf, sondern dauerte in der bisherigen Weise fort, so zwar,
daß Berthold am Ende seinen Schwiegersohn Werner zum Erben
seines Antheils an der Herrschaft Mößkirch einsetzte.


Wegen dieser Erbschaft aber kam es nach Vertholds Tode im
Jahre 1351 zu Streitigkeiten zwischen dem Bruder Bertholds —
Walter und dessen Söhnen Otto und Friedrich einer- und
Werner von Zimmern andererseits. Die Entscheidung der
Spänne wurde am Ende sechs aufgestellten Schiedsrichtern über­
lassen, nämlich dem Grafen Eberhard von Nellenburg
dem Aeltern, dem Truchseßen Eberhard von Wald­
burg, den Rittern Albrecht von Steußlingen, Ortholf
von Heudorf, Hartung von Bartenstein und Eber­
hard von Oberstetten. Durch diese aufgestellten Austräge
kam auch wirklich im Jahre 1354 zu Stockach ein Vergleich zu
Stande, dessen Bestimmungen aber, wie unser Chronist sagt, ver­
loren gegangen find. Aller Wahrscheinlichkeit nach ward die Herr­
schaft Mößkirch dem Schwiegersohne Bertholds, Werner von
Zimmern, zugesprochen. Denn für's Erste blieb dieser im
Besitze derselben , und für's Zweite sagt unser Chronist ausdrücke
lich, daß noch in demselben Jahre (1354) auf dem Landgerichte
zu Stockach Walter mit seinen beiden Söhnen unter andern auch
auf Mößkirch und einige andere ehemaligen Besitzungen Ber­
tholds Verzicht leistete.


Vier Jahre vorher (1350) hatte Werner von Zimmern den

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